Die erste Sonnenfinsternis des Jahrtausends verdunkelt an diesem Donnerstag den Himmel über dem südlichen Afrika. Die “Schwarze Sonne” hat vielen Ländern in der Region einen Tourismus-Boom beschert.
Das Naturschauspiel ist von Deutschland aus nicht zu sehen. Der nur knapp 200 Kilometer breite Schatten des Mondes rast mit etwa doppelter Schallgeschwindigkeit von Angola über Sambia, Simbabwe und Mosambik nach Madagaskar und taucht die betroffenen Regionen für maximal etwa viereinhalb Minuten in Finsternis. Die US-Weltraumbehörde NASA überträgt das Spektakel ab 14.30 Uhr live im Internet.
Nicht alle Beobachter werden allerdings während der Finsternis auf die “Schwarze Sonne” starren: Etwa 200 Amateur-Forscher wollen in Simbabwe die Reaktionen der Wildtiere auf die plötzliche Nacht beobachten, berichtete das britische Wissenschaftmagazin New Scientist ” (Nr. 2295, S. 11). Das Verhalten von wilden Tieren bei einer Sonnenfinsternis ist nicht besonders gut untersucht.
Früheren Beobachtungen zufolge sollen Vögel zu ihren Nestern zurückkehren, Ziegen den Heimweg von den Berghängen antreten und Nachttiere erwachen. Mitglieder der Natur-Organisation “Wildlife and Environment Zimbabwe” wollen solchen Anekdoten nun im Mana-Pools-Nationalpark wissenschaftlich nachgehen. Dem “New Scientist” zufolge handelt es sich um eine der ersten großen Sonnenfinsternis-Studien in der Wildbahn.
Eine totale Sonnenfinsternis ist in den meisten Regionen der Erde sehr selten. In Deutschland, wo das Naturschauspiel am 11. August 1999 zu beobachten war, wird die nächste Sonnenfinsternis in 80 Jahren zu sehen sein.
dpa





