Neue Simulationen belegen, dass der Mond bei der Kollision eines Objektes in der Größe des Planeten Mars mit der fast fertigen Erde erzeugt wurde und nicht zu einem Zeitpunkt, als die Erde erst zwei Drittel ihrer heutigen Masse hatte. Das berichten Robin Canup vom Südwest-Forschungsinstitut in Boulder und Erik Asphaug von der Universität Kalifornien in Santa Cruz im Fachblatt Nature.
Die Forscher entwickelten ein Computerprogramm, das wesentlich genauer ist als bisherige Simulationen. Diese hatten ergeben, dass die Erde seitlich von einem anderen Protoplaneten getroffen wurde, als sie gerade erst halb fertig war. Dieses Ergebnis wurde angezweifelt, da sich damit der geringe Eisengehalt des Mondes nicht erklären ließ.
Canup und Asphaug belegen jetzt, dass der Kollisionspartner der Erde um die Hälfte bis zwei Drittel kleiner gewesen sein dürfte als es die anderen Simulationen ergeben hatten. Er traf die Erde gegen Ende ihrer Entstehung, so dass der Planet nach dem Ereignis nicht weiter wuchs.
Bevor Computersimulationen solcher Zusammenstöße möglich waren, galt die Kollision mit einem Mars-großen Objekt ebenfalls als wahrscheinlichste Ursache der Mondentstehung.
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Ute Kehse





