Ein sieben Kilogramm schweres Fahrzeug, das kaum größer ist als ein Schuhkarton, soll den Europäern die Beteiligung an einer amerikanischen Mars-Mission sichern (siehe Seite 26, “Neuer Aufbruch auf alten Pfaden”). Derzeit testet die Deutsche Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DLR) den Rover unter simulierten Mars-Bedingungen.
Der weltweit kleinste, auf Rädern fahrende Roboter soll die chemische und mineralogische Zusammensetzung der Mars-Oberfläche analysieren, Meßinstrumente an wissenschaftlich interessante Orte transportieren sowie alle Daten zur Auswertung aufnehmen und an eine Bodenstation weiterleiten.
Mit Hilfe von detaillier- ten Panorama-Aufnahmen des Roten Planeten können die Operateure von der Erde aus Befehle an den Rover schicken. Da die Funksignale – trotz Lichtgeschwindigkeit – rund 20 Minuten benötigen, muß der Roboter Hindernisse wie Steine oder kleine Krater selbst erkennen und umgehen können. Dabei bewegt er sich nur im Schneckentempo:Für eine Strecke von fünf Metern braucht er eine Stunde.
Falls der Mars-Rover nicht zu einem außerirdischen Einsatz zugelassen wird, könnte er auch auf der Erde gute Dienste leisten, indem er beispielsweise verseuchtes Gelände inspiziert.





