Zum Inhalt springen
Bild der Wissenschaft
AnmeldenAbonnieren
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Rezensionen
  • Podcast
  • BDW Plus
Bild der Wissenschaft
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Kolumnen
  • Nachgefragt
  • Rezensionen
  • Podcast
  • Lexikon
Wissenschaft-Newsletter
Die wichtigsten Entdeckungen der Woche direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • Einzelheftverkauf
  • BILD DER WISSENSCHAFT Marktplatz

Unsere Partner

  • Fraunhofer IPA
  • Leibniz-Institut ifl
  • wissen.de
  • ScienceBlogs
  • experimenta
  • Wissenschaftspodcasts

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

BILD DER WISSENSCHAFTErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Tel: +49 (0)711 7594-392
E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppedamals.denatur.de
© 2026 Bild der Wissenschaft
Startseite/Erde & Umwelt/Artikel
Mitmach-Projekte: Biodiversität und Wildbienen im eigenen Garten
Erde & Umwelt

Mitmach-Projekte: Biodiversität und Wildbienen im eigenen Garten

In naturnahen Gärten wachsen viele verschiedene Pflanzen und bieten zahlreichen Insekten Heimat und Nahrung. · Foto: Ingmar Staude/ Universität Leipzig

Gärten können wichtige Hotspots der Artenvielfalt bilden. Was genau in deutschen Gärten wächst, krabbelt und summt, ist bisher allerdings kaum untersucht. Zum Internationalen Tag der Biodiversität am 22. Mai ruft das Projekt GartenDiv dazu auf, die Pflanzen im eigenen Garten oder auf dem heimischen Balkon per App zu…
Autor
Redaktion
18. Mai 2026
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Erde & Umwelt

Im Frühling erwacht im Garten das Leben: Pflanzen treiben aus und strecken sich der Sonne entgegen, Bienen summen zwischen den Blüten umher und Vögel bauen ihre Nester. Gerade naturnahe Gärten können einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt leisten. Doch selbst kleine Blumenkästen auf dem Balkon können zu Oasen des Lebens werden und eine Nahrungsquelle für Bienen, Schmetterlinge und weitere Bestäuber bieten.

Pflanzliche Vielfalt im Garten

Um das ökologische Potenzial von Gärten wissenschaftlich zu erfassen, hat die Universität Leipzig gemeinsam mit mehreren Partnerorganisationen 2025 das Citizen-Science-Projekt „GartenDiv“ gestartet. Bereits im ersten Projektjahr sind fast 170.000 Beobachtungen aus 2416 Gärten, Kleingärten, Schulgärten und Balkonen eingegangen. Dabei wurden 4458 Pflanzenarten erfasst, von denen 28 Prozent in Deutschland heimisch sind. Nun geht das Projekt in die zweite Runde: Zum Internationalen Tag der Biodiversität am 22. Mai sind Besitzer von Gärten, Kleingärten und bepflanzten Balkonen dazu eingeladen, die bei ihnen wachsenden Pflanzen zu dokumentieren – vom kleinsten Kraut bis zum größten Baum.

Innerhalb von vier Wochen, bis zum Sommerbeginn am 21. Juni, soll so ein möglichst umfassendes Bild der pflanzlichen Vielfalt in deutschen Gärten entstehen. „Mit den GartenDiv-Tagen schaffen wir die Grundlage, um Veränderungen in der Artenzusammensetzung über die Zeit sichtbar zu machen“, sagt Projektleiter Ingmar Staude vom Institut für Biologie der Universität Leipzig. „Im zweiten Jahr liegt ein besonderer Fokus darauf, Gärten möglichst vollständig zu erfassen. Teilnehmende sollen dazu ermutigt werden, alle Pflanzen in ihrem Garten aufzunehmen, ausdrücklich auch Obst- und Gemüsepflanzen, Wildpflanzen, auch die unscheinbaren Kräuter und kleinen Pflanzen, die man leicht übersieht.“

Wer teilnehmen möchte, kann sich die kostenlose App „Flora Incognita“ herunterladen und darin das Projekt GartenDiv auswählen. Dort beantwortet man einige Fragen zum eigenen Garten und erhält eine Garten-ID, anhand derer die Beobachtungen anonymisiert an die Forschenden übermittelt werden. Die einzelnen Pflanzen werden per Foto dokumentiert und von der App automatisch erkannt. Als Motivation hat das Projektteam virtuelle Abzeichen eingeführt: Wer mindestens 100 verschiedene Arten von Pflanzen im eigenen Garten dokumentiert, erhält das Goldene Badge.

Wildbienen-Nisthilfe
Wer eine Nisthilfe für Wildbienen besitzt, kann per App dokumentieren, wie viele der Niströhren besiedelt sind. © Wildbiene + Partner GmbH

Nisthilfen für Wildbienen im Fokus

Auch ein weiteres Citizen-Science-Projekt bittet um Mithilfe: Die Wildbiene + Partner GmbH, eine Ausgründung der ETH Zürich, ruft dazu auf, am Weltbienentag am 20. Mai, Nisthilfen für Wildbienen mit der App MyBeeHome zu fotografieren. Die App wertet aus, wie viele Nistgänge genutzt werden und liefert damit Hinweise auf erfolgreiche Wildbienen-Bruten. Die anonymisierten Ergebnisse sollen in einen Wildbienen-Report einfließen, der nach der Zählung ein möglichst flächendeckendes Bild der Situation in Siedlungsräumen der Schweiz und Deutschland zeichnen soll.

„Jedes fotografierte Bienenhotel ist ein wichtiges Puzzleteil“, sagt Tom Strobl von Wildbiene + Partner. „Wenn viele Menschen zeitgleich mitmachen, erhalten wir eine großflächige Momentaufnahme der verschiedenen Wildbienenpopulationen. Richtig spannend wird es, wenn wir diese Daten standardisiert über einen längeren Zeitraum erfassen: Dann können wir die Entwicklung der Populationen direkt mit externen Faktoren wie dem Klima, Lebensraumveränderungen oder dem lokalen Blütenangebot in Zusammenhang bringen.“

Beide Projekte wollen nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen, sondern auch die Umweltbildung fördern. So erhalten Teilnehmende in den jeweiligen Apps vielfältige Informationen dazu, was in ihren Gärten wächst und summt. „Mit der MyBeeHome App kann man nicht nur wertvolle Daten beitragen, sondern auch selbst entdecken, wer sich in den Niströhren des eigenen Bienenhäuschens verbirgt“, sagt Strobl.

Weitere Informationen zur Teilnahme:
GartenDiv
MyBeeHome

Quellen: Universität Leipzig; Wildbiene + Partner GmbH

Mehr aus Erde & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Erde & Umwelt.

Alle Erde & Umwelt-Artikel
Arktische Flussdeltas – unterschätzte Akteure im Kohlenstoffkreislauf
Erde & Umwelt

Arktische Flussdeltas – unterschätzte Akteure im Kohlenstoffkreislauf

15. Juni 2026

Arktische Flussdeltas speichern überproportional viel Kohlenstoff im Permafrost ihrer gefrorenen Böden – und sind daher unterschätzte…

Geschenk aus der Tiefsee: Neue Krebsfamilie entdeckt
Erde & Umwelt

Geschenk aus der Tiefsee: Neue Krebsfamilie entdeckt

12. Juni 2026

Die Lebenswelt der Tiefsee ist noch kaum erforscht. Jetzt haben Meeresbiologen im Nordatlantik eine bislang unbekannte Familie von…

Unterirdische Wurzelpilz-Netzwerke sind Billiarden Kilometer lang
Erde & Umwelt

Unterirdische Wurzelpilz-Netzwerke sind Billiarden Kilometer lang

12. Juni 2026

Verborgene Netzwerke: Die mit Pflanzenwurzeln verbundenen Mykorrhiza-Pilze bilden ein gigantisches, weltumspannendes Geflecht. Insgesamt…

Jahrhundert-Sturmfluten ereignen sich heute alle acht Jahre
Erde & Umwelt

Jahrhundert-Sturmfluten ereignen sich heute alle acht Jahre

12. Juni 2026

Extreme Sturmfluten ereignen sich heute zwölfmal häufiger als noch im Jahr 1900, wie neue Analysen zeigen. Demnach traten solche…

← Zurück zu Erde & UmweltZur Startseite