Zwei französische Physiker behaupten, dass sich mit Hilfe der Verbrennungs-Theorie Kurssprünge von Aktien vorhersagen lassen. Leicht entzündliche Gase können nach einer langen ruhigen Phase urplötzlich entflammen, wenn ihre Konzentration einen bestimmten Grad erreicht. Das gleiche Verhalten zeigen auch Aktienkurse, die nach langen stabilen Perioden Kurssprünge nach oben oder unten machen, erklären Charbel Tannous und Alain Fessant von der Université de Bretagne Occidentale in Brest.
Die beiden Forscher haben im physikalischen Modell Werte für die Brennstoffkonzentration ersetzt durch die Aktienwerte von sechs Unternehmen mit unterschiedlicher Firmengröße und wirtschaftlicher Ausrichtung. Fünf Jahre lang prognostizierten sie den weiteren Verlauf der Aktien, darunter auch Papiere der Firma Alcatel. Bei allen Unternehmen kamen die Vorhersagen anhand des physikalischen Modells den schließlich notierten Werten überraschend nahe, berichtet “PhysicWeb” des Londoner “Institute of Physics”.
Allerdings haben ihre Prognosen nur innerhalb eines kurzes Zeitraumes einen Wert, schränken Fessant und Tannous ein: Hat sich ein Aktienkurs einmal sprunghaft verändert, sind die Marktbedingungen für den weiteren Verlauf ausschlaggebend und nicht die Analogien zur Verbrennungstheorie.
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