Diesen Widerspruch lösen die Fraunhofer-Wissenschaftler, indem sie eine Flüssigkeit zwischen Scheibe und Saugnapf einspritzen. So gleitet der Miniroboter auf einem Flüssigkeitsfilm über die Scheibe, der eine extrem reibungsarme und energiesparende Bewegung erlaubt. Diese Gleit- und Dichtflüssigkeit übernimmt gleichzeitig schon einen Teil der Reinigung des Fensters, indem sie den Schmutz von der Scheibe löst. Der zurückbleibende Flüssigkeitsfilm wird dann samt Schmutz von einem um die Vakuumkammer angebrachten Ring wieder aufgenommen. So konnten die Forscher Halte- und Reinigungssystem vereinigen.
Einfacher wird das System auch durch rotierende Vakuumkammern, die durch eine spezielle, patentierte Lagerung eine steuerbare Vorwärtsbewegung ermöglichen. So wird der Antrieb überflüssig, und der Roboter wird noch kompakter.
Im vergangenen Jahr hatte das IPA seinen “Raccoon” vorgestellt, einen Roboter zur Fensterreinigung, der allerdings mit mehr als sechs Kilogramm Gewicht und einer Größe von etwa DIN-A3-Format noch sehr unhandlich war. Um den Markt zu erobern, muss das Gerät jedoch einfach zu bedienen, robust, handgerecht und preiswert sein. Daher arbeiten die Ingenieure an der Optimierung ihrer Konzepte. Nun sucht das Fraunhofer-Institut Partner, um den Roboter zur Marktreife zu bringen.





