Die Europäische Weltraumagentur ESA will ein eigenes Beobachtungssystem für Weltraum-Schrott aufbauen. Bisher ist sie auf die Daten der NASA angewiesen. Mit Radaranlagen und Teleskopen will man bis in 2000 Kilometer Höhe Objekte erfassen, die größer als zehn Zentimeter sind, und bis in 36 000 Kilometer Höhe Teile, die einen Durchmesser von mehr als einem Meter haben. Das System soll 2017 in Betrieb gehen und wird voraussichtlich mehrere Hundert Millionen Euro kosten. Der Grund für das Projekt ist der Zusammenstoß eines amerikanischen und eines russischen Satelliten Anfang Februar. Die Schrottteile, die nach solchen Zusammenstößen übrig bleiben, gefährden andere Satelliten, die Raumstation ISS und Flüge des Spaceshuttles. Nach Schätzungen der ESA umkreisen inzwischen rund 600 000 solcher Teile die Erde. Bis zum Jahr 2100 rechnet man mit rund 40 weiteren Kollisionen.





