Die Sternhülle um die Scheibe unserer Milchstraße ist kein einheitliches Gebilde: Der innere Teil kreist mit gut 200 Kilometer pro Sekunde in derselben Richtung um das Galaktische Zentrum wie die Sonne. Der andere, weiter außen gelegene Teil rotiert ungefähr doppelt so schnell in die entgegengesetzte Richtung – und die Sterne hier enthalten nur ein Drittel so viele schwere Elemente, etwa Kalzium und Eisen, wie der innere Halo. Das fanden Astronomen um Daniela Carollo vom Observatorium Turin heraus. Sie vermuten, dass der innere Halo zuerst entstanden ist – aus der Kollision von massereichen Zwerggalaxien mit der Milchstraße. Sie verleibte sich später wohl noch Zwerggalaxien ein, die aus der entgegengesetzten Richtung kamen und dabei durch Gezeitenkräfte zerrissen wurden, wodurch sich ihre Sterne weiträumig verteilten.





