In ihrem Bericht weisen die Forscher auch auf die Gefahren des Methans für das heutige Klima hin. In den vergangenen zweihundert Jahren habe sich der Methangehalt der Atmosphäre mehr als verdoppelt. Das Gas entsteht nicht nur bei der Zersetzung von organischem Material in Feuchtgebieten und Mooren, sondern entweicht auch aus Gasleitungen und beim Steinkohleabbau. Außerdem bläht das Vieh große Mengen Methan aus.
Eine gewaltige Menge Methan aus dem Meer hat vor 55 Millionen Jahren zu einer Erwärmung der Erde um sieben Grad Celsius geführt. Das berichten Forscher um Gavin Schmidt vom Goddard-Institut der Nasa am Mittwoch (12. Dezember) beim Treffen der Amerikanischen Geophysikalischen Vereinigung (AGU) in San Francisco. Die Erwärmung aufgrund dieses Treibhausgases hielt mehr als 100.000 Jahre an.
Die Wissenschaftler vermuten, dass eine Verschiebung der Kontinentalplatten damals den Druck am Meeresboden verringerte. Dadurch taute das gefrorene Methan auf und entwich in die Erdatmosphäre, wo es zwanzig Mal mehr zum Treibhauseffekt beiträgt als das bekannte Treibhausgas Kohlendioxid. Mit steigender Temperatur der Atmosphäre taute am Meeresboden immer mehr Methan auf und sprudelte an die Oberfläche.
ddp/bdw – Heike Heinrichs





