Die Förderung tierversuchsfreier Krebsforschung wurde durch eine zweckgebundene Erbschaft ermöglicht. Kriterium für die Förderwürdigkeit eines Projektes ist die Forschung gänzlich ohne die Verwendung von Tieren oder tierischem Material. Der Preis war erstmals im Jahr 2006 für ein Modell zur computergestützten Krebsforschung vergeben worden.
“Es freut uns, Wissenschaftler zu fördern, deren Forschungsarbeiten auf den Menschen bezogene tumorspezifische Untersuchungen ermöglichen und die ohne jedes Tierleid auskommen”, so Silke Bitz von der Ärztevereinigung. Bei der Auswahl der Preisempfänger wurde darauf geachtet, dass auch die Nährmedien für Zellkulturen und Antikörper nicht vom Tier stammen, sondern synthetisch hergestellt wurden.
Der Ärzteverein warnt schon lange vor den fatalen Folgen der üblicherweise auf Tierversuchen basierenden Krebsforschung. Im Labor künstlich erzeugter Krebs sei zwar bei vielen Tierarten “heilbar”, dieser Forschungsansatz habe jedoch mit der vielschichtigen menschlichen Erkrankung nichts zu tun und sei daher zum Scheitern verurteilt und halte den medizinischen Fortschritt auf.
“Das Interesse an der tierversuchsfreien Krebsforschung und dem Förderpreis zeigen, dass einige Wissenschaftler Tierversuche nicht für den richtigen Weg halten, um Silke Bitz von der Ärztevereinigung abschließend.





