Zusätzliches Kohlendioxid-Angebot kann dazu führen, dass Bäume schneller reifen und auch größere Samen produzieren. Dies berichten Shannon LaDeau und James S. Clark von der amerikanischen Duke University in der Zeitschrift “Science” (vol. 292: 95-98).
Vier Jahre lang haben die Wissenschaftler einen Tannenwald im Duke Forest (North Carolina) mit zusätzlichem Kohlendioxid versorgt. Die Folgen waren größere Samen und frühere Reife. Die neue Studie belegt, dass die Reife sogar doppelt so schnell erreicht wurde, und sich die Zahl der Zapfen und Samen im Vergleich zu natürlichen Verhältnissen verdreifachte.
Die Wissenschaftler vermuten, dass unterschiedliche Baumarten unterschiedlich auf die Extraportionen CO2 reagieren. Künftige Forschungsergebnisse könnten somit wichtig für die Vorhersage von Entwicklungstrends von Wäldern und des Schicksals einzelner Baumarten unter weiter steigendem CO2-Gehalt der Atmosphäre sein.
Da die frühere Reife bei vielen Bäumen auch mit einer kürzeren Lebensspanne einhergeht, könnte dieser Effekt auch für die Rolle der Wälder als natürliche Kohlenstoffsenken, in denen der atmosphärische Kohlenstoff für eine bestimmte Zeit dem Kreislauf entzogen und fixiert wird, und somit letztlich auch im Szenario des ” global warming” wesentlich sein.
Olaf Elicki





