Beim Übergang vom Trias- in das Jura-Zeitalter vor 200 Millionen Jahren wurden 80 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten ausgerottet. Aufgrund von Untersuchungen alter Gesteinsschichten hat ein Geologenteam jetzt Parallelen zu den Massensterben vor 225 und vor 65 Millionen Jahren gefunden. Sie berichten darüber im Fachmagazin Science.
Das Ereignis vor 225 Millionen Jahren und insbesondere das vor 65 Millionen Jahren, bei dem auch die Dinosaurier ausstarben, führt man auf einen Asteroideneinschlag zurück. Deshalb deuten P.D. Ward von der Universität Washington und seine Kollegen ihr Ergebnis als vagen Hinweis darauf, dass die Ursache für das Massensterben vor 200 Millionen Jahren ebenfalls ein Asteroideneinschlag war.
Die Forscher haben Gesteinsschichten von den kanadischen Queen-Charlotte-Inseln untersucht. Diese Schichten bestehen aus den Überresten von Meerestieren. Je tiefer man bohrt, desto weiter dringt man in die Vergangenheit vor. Ward und seine Kollegen konnten nachweisen, dass sich gleichzeitig mit dem massiven Absterben von Meeresplankton auch das Isotopenverhältnis des Kohlenstoffs änderte. Diese Änderung deutet ebenfalls auf ein Massensterben hin.
Aus dem zeitlichen Zusammentreffen dieser beiden Indizien schließen die Geologen, dass sie von einer plötzlich eingetretenen Ursache ausgelöst wurden. Sie räumen jedoch ein, dass sie aufgrund ihrer bisherigen Daten für die Dauer des Massensterbens nur eine Obergrenze von 50.000 Jahren angeben können.
Axel Tillemans





