Rund 11 000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Cassiopeia treiben die Fetzen eines explodierten Sterns durch den Raum. Nun haben Astronomen mit dem Spitzer-Weltraumteleskop der NASA Spuren des ersten Strahlungsblitzes der Supernova gefunden – als eine Art Lichtecho an sechs 160 Lichtjahre weiter entfernten Staubwolken. Die Silikate im Staub haben Temperaturen zwischen minus 170 und minus 120 Grad Celsius, maß Spitzer. Das ist für menschliche Verhältnisse sehr kalt, aber für himmlische recht warm.
Der Strahlungsblitz der Supernova Cas A dauerte nur etwa einen Tag, war aber 100 Milliarden Mal so hell wie die Sonne. Seine UV- und Röntgenanteile hatten die Staubwolken aufgeheizt. Sie schickten diese Energie als Infrarotstrahlung (Wärme) wieder ins All. Das erste Licht der Supernova erreichte Ende des 17. Jahrhunderts die Erde. Der englische Astronom John Flamsteed könnte es am 16. August 1680 gesehen haben, als er einen Stern mit bloßem Auge dort verzeichnete, wo heute Cas A ist – ohne ihn jedoch als Supernova zu erkennen.





