Im Bann der Schwerkraft: Licht breitet sich nicht völlig geradlinig aus, sondern wird gemäß der Allgemeinen Relativitätstheorie abgelenkt durch massereiche Objekte, die den Raum krümmen. Das geschah auch mit einem geringen Teil der Photonen der Kosmischen Hintergrundstrahlung, als diese Galaxienhaufen passierten (Illustration oben). Dies „verschmiert” die Temperaturmuster bei kleinen Winkeln. Erstmals hat die Planck-Sonde diesen Effekt genau gemessen (Unsicherheit: vier Prozent). Aus den Daten in drei Frequenzen konnten die Kosmologen ein Winkelleistungsspektrum des kosmischen Gravitationspotenzials errechnen (unten). Das lässt auf die großräumige Verteilung der Kalten Dunklen Materie im All schließen (Bild auf S. 57) und ist eine wichtige Grundlage, um die kosmische Strukturbildung im Detail nachzuvollziehen. Den größten Beitrag der Gravitationslinseneffekte lieferten Materiekonzentrationen aus einer Zeit, als das Universum drei Milliarden Jahre alt war.





