von KAI DÜRFELD
Ein hauchdünner Schleier aus Eis liegt über dem Kraterrand. Die Landschaft ist erstarrt, ein Relief aus Sand und Stein – und regungsloser Stille. Doch weit oben, hoch über dieser Szenerie, herrscht Bewegung. Eine zarte Wolke zieht über die Hügelkuppen des Mars, lässt sich vom Höhenwind leiten, vergeht im Licht. Kein Regen begleitet sie. Kein Donner. Kein Tosen. Sie ist nur eine kalte Spur in der Atmosphäre eines Planeten, der seit Milliarden Jahren als unbelebt gilt – und doch ein lebendiges Wetter hervorbringt.





