von RÜDIGER VAAS
Zürne der Schönheit nicht, dass sie schön ist, dass sie verdienstlos, wie der Lilie Kelch, prangt durch der Venus Geschenk! Lass sie die Glückliche sein! Du schaust sie, du bist der Beglückte“, heißt es in Friedrich Schillers Gedicht „Das Glück“ (1798). Mit der überraschenden Entdeckung des Biomarkers Monophosphan in der Venus-Atmosphäre hatten Astronomen letztes Jahr vielleicht großes Glück: Denn es wäre eine Sensation, wenn das Phosphor-Wasserstoff-Molekül das erste Indiz für außerirdische Lebensformen wäre (bild der wissenschaft 12/2020, „Lebenszeichen von der Venus?“). Zumindest hat die mutmaßliche Spektralsignatur die Frage nach möglichem Leben auf unserem Nachbarplaneten aufgeworfen.





