Eine “La Ola” ist nicht einfach nur eine schöner Ausdruck massenhafter Begeisterung bei Fußballspielen, sondern auch ein faszinierendes mathematisches Phänomen. Das zumindest finden der Biophysiker Tamas Vicsek von der Universität Budapest und seine Kollegen: Im Fachmagazin “Nature” (Ausg. 419, S. 132) stellen die Wissenschaftler das erste Rechenmodell der Riesenwelle vor.
Fazit der Forscher: Eine “kritische Masse” von mindestens 25 bis 35 Menschen ist als Auslöser jener wellenartigen Bewegung nötig, bei der Hunderte von Fans der Reihe nach mit nach oben gestreckten Armen von ihren Sitzen aufspringen. Die Wellen selbst breiten sich mit Geschwindigkeiten von etwa zwanzig Sitzen pro Sekunde aus, was Geschwindigkeiten von gut vierzig Kilometern pro Stunde entspricht, berichten die Wissenschaftler. Eine Welle könne vor allem dann entstehen, wenn sich die Stimmung der Fans noch nicht allzu stark aufgeheizt hat.
Computersimulationen und Erläuterungen in englischer Sprache sind hier zu finden.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





