Die Zerstörung der Ozonschicht auf der Nordhalbkugel hat in den vergangenen Jahren abgenommen. Die Ursache liegt jedoch eher in den höheren Temperaturen als in einer Abnahme von Ozon-schädigenden Gasen. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf UN-Klimaexperten.
Die seit vergangenen Dezember gemessenen Werte lägen fünf Prozent unter dem als Richtwert angesetzten Niveau von 1980, heißt es in einem Bericht der World Meteorological Organization (WMO) der Vereinten Nationen. Die größten Abweichungen habe es Mitte der neunziger Jahre gegeben. “Es war einfach nicht kalt genug für einen starken Abbau von Ozon”, kommentiert Michael Proffitt von der WMO die Werte. Im kommenden Jahr könne es schon wieder ganz anders aussehen.
Über der Antarktis war das Ozonloch im vergangenen Oktober dagegen größer und tiefer denn je.
Ulrich Dewald





