Bei einem bestimmten Konzentrationsverhältnis sollten sich die Polymere den Berechnungen zufolge zu einem bestimmten Typ eines Quasikristalls anordnen ? nämlich genau dann, wenn das Verhältnis von Dreiecken zu Quadraten 2.309 beträgt. In ihrem Experiment gelang es den Forschern auch bereits, einen dünnen Film mit einem Verhältnis der beiden Strukturen von 2.305 herzustellen. Anschließende Untersuchungen mithilfe eines Transmissionselektronenmikroskops und einer Röntgenstrukturanalyse ergaben dann in der Tat, dass der Kunststoff zumindest über kleine Bereiche hinweg einem Quasikristall glich.
Da einzelne Untereinheiten des Stoffes in einem Abstand von mehreren hundert Nanometern voneinander angeordnet sind, könnte er sich nach Ansicht der Wissenschaftler zur Herstellung von photonischen Kristallen eignen, die im sichtbaren Bereich des elektromagnetischen Spektrums als Filter eingesetzt werden könnten. Zunächst wollen die Forscher jedoch darangehen, großflächige Filme ihres Kunststoffes mit quasikristallinem Aufbau herzustellen.





