Mit Hilfe der Mars Orbiter Camera aufgenommene Fotos der Marsoberfläche zeigen kegelförmige Kraterstrukturen, die auf das Vorhandensein von Wasser hinweisen. Obwohl die Krater mehr als 10 Millionen Jahre alt sind, ist nicht ausgeschlossen, dass selbst heute noch Wasser auf dem Mars vorhanden ist.
Die von Forschern der Universität von Tuscon in Arizona auf dem Mars entdeckten Krater gleichen einer speziellen Art von Kratern, die auf der Erde vorkommen. Diese bilden sich, wenn heiße Lava über gefrorenen Boden fließt und das Wasser zum Verdampfen bringt. Auch wenn die Forscher selbst zur Vorsicht bei solchen Mars-Erde-Analogien mahnen, ist dies einer der bisher überzeugendsten Hinweise auf das Vorkommen von Wasser auf Mars.
Zwei Befunde der Analyse überraschen besonders: Zum einen kommen die Krater vor allem in der Nähe des Marsäquators vor – bisher hatten Forscher Wasser nur in den Polkappen des Mars vermutet. Zum anderen sind die Krater nur 10 Millionen Jahre alt. Bis dato war man davon ausgegangen, dass Wasser auf dem Mars seit 100 Millionen Jahren nicht mehr vorhanden sei.
Ob der Planet Mars einst oder gar heute noch Wasservorkommen enthält, ist eine der populärsten Fragen der Marsforschung. Obwohl die Krater darauf hinweisen, dass Wasser zumindest einst auf dem Mars vorhanden war, lässt sich mit ihrer Hilfe nicht schlüssig zeigen, dass der Mars selbst in heutiger Zeit noch Wasser beherbergen könnte. Klärung erhoffen sich Astronomen durch die bereits zum Mars gestartete Mars Odyssey Mission der Nasa, die mit einem Gammastrahlenspektroskop ausgestattet ist, mit dessen Hilfe Wasserstoffatome in Wassereis nachgewiesen werden sollen.
Stefan Maier





