Durch die enorme Strahlungsintensität einer Gammastrahlen-Explosion war es möglich, dass Swift das Signal aus den Weiten des Alls erfassen konnte. Für einen kurzen Moment war die Strahlungsintensität durch die Explosion des Sterns stärker als die von mehreren tausend Galaxien gleichzeitig, sagen die Wissenschaftler. Das Nachglühen war noch mehrere Tage lang feststellbar. Die Entfernung errechneten die Forscher anhand der sogenannten Rotverschiebung des Signals: Durch die fortlaufende Ausdehnung des Weltraums wird die Wellenlänge des Lichts auf seiner Reise durch den Kosmos gestreckt. Je weiter ein Himmelskörper entfernt ist, desto mehr wird sein Licht auf dem Weg zur Erde gedehnt und desto stärker ist die Rotverschiebung. So kamen die Astronomen zu ihrer rekordverdächtigen Einschätzung, die nun durch weitere Untersuchungen bestätigt werden soll.
“Durch die Fernsicht ins All sind wir in der Lage, einen Blick in die Kinderstube des Universums zu werfen, weil die Signale, die uns jetzt erreichen, vor Urzeiten entstanden?, erklärt Levan die Bedeutung der Entdeckung für die Astronomie. Das schwache Licht entfernter Galaxien eigne sich dazu kaum. ?Die Gammastrahlen-Explosionen vom Rand des Universums sind für diesen Zweck viel besser geeignet?, sagt Levan.





