Das Higgs-Boson ist extrem kurzlebig. Es zerfällt bereits drei Billionstel Sekunden nach seiner Entstehung in Z- oder W-Bosonen, die gleich weiter zerfallen. Welche Teilchen letztlich entstehen, hängt von der Higgs-Masse ab – und vom quantenmechanischen Zufall. Das Standardmodell der Elementarteilchen macht dazu präzise Voraussagen, wie die berechneten Kurven zeigen. Bei einer Higgs-Masse von etwa 126 Gigaelektronenvolt bilden sich vor allem bottom-Quarks oder Tauonen (und deren Antiteilchen). Diese sind im LHC allerdings schwer nachweisbar, weil sie von vielen anderen Prozessen überlagert werden. Ein ziemlich „reines” Signal erzeugen dagegen die selteneren Photonen im Gammastrahlenbereich. Die Abkürzungen bezeichnen bottom-Quarks (b), Leptonen (l), Elektronen (e), Myonen (µ), Tauonen (t), Neutrinos (n) und Gammaquanten (g), also energiereiche Photonen. Ein Oberstrich markiert die Antiteilchen von Quarks und Neutrinos – Plus und Minus stehen für die elektrischen Ladungen, wobei die positiven von Antiteilchen stammen, etwa dem Positron (e+).





