Um ihn beobachten zu können, braucht man einen klaren Himmel und eine gute Sicht auf einen möglichst flachen Horizont. Experten empfehlen außerdem ein Fernglas. Der Komet ist kurz nach Sonnenuntergang etwas rechts von der Venus im Westen zu sehen, bevor er selbst untergeht. In den letzten Tagen war er außerdem auch morgens kurz vor Sonnenaufgang im Osten zu sehen.
Den sonnennächsten Punkt seiner Bahn, das Perihel, erreicht der Komet am 12. Januar. Er wird sich der Sonne bis 25 Millionen Kilometer annähern, das entspricht etwa der Hälfte der Entfernung zwischen Sonne und Merkur. Während er hinter der Sonne verschwindet, ist Komet McNaught zwar nicht am Himmel zu sehen, aber im Internet: Gegen neun Uhr morgens am 12. Januar wird der Schweifstern im Blickfeld des Instruments Lasco des Sonnenobservatoriums Soho auftauchen und es um zwei Uhr nachts am 16. Januar wieder verlassen.
Was nach dem Perihel mit dem Kometen passiert, ist unklar. Da er der Sonne sehr nahe kommt, besteht die Möglichkeit, dass seine Helligkeit noch zunimmt. Einige Beobachter spekulieren, der kosmische Schneeball könnte 40-mal so hell werden wie die Venus. Immerhin könnte er der hellste Komet sein, der jemals das Blickfeld von Soho passiert.





