Die Forscher hatten Daten vorgelegt, denen zufolge die Erde immer dann von Eiszeitaltern heimgesucht wurde, wenn das Sonnensystem einen Spiralarm der Milchstraße durchquerte und dabei verstärkt von kosmischen Teilchen bombardiert wurde. Die energiereichen Partikel begünstigten Veizers und Shavivs Theorie zufolge die Bildung von Wolken. Zwischen den Temperaturen und der Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre bestand ihrer Analyse zufolge kein Zusammenhang.
Royer und ihre Kollegen trugen jetzt Daten zusammen, um den Verlauf der Kohlendioxid-Konzentration und der Temperaturen auf der Erde während der vergangenen 500 Millionen Jahre zu rekonstruieren. Die CO2-Konzentration ermittelten sie zum Beispiel aus der Zusammensetzung von Kalk-Sedimenten, aus der Struktur versteinerter Blätter und der chemischen Zusammensetzung von Fossilien. Den Temperaturverlauf rekonstruierten sie mit Hilfe direkter Klimazeugen, etwa Gletscherablagerungen.
Um den CO2-Gehalt der Luft zu berechnen, entwickelten die Forscher ein neues Modell, in dem auch der pH-Wert der Meere und die Oberflächentemperaturen des Wassers berücksichtigt wurden. Ihr Ergebnis: CO2-Gehalt und Temperatur verliefen im Gleichschritt. CO2 sei daher ein wichtiger Klimafaktor, wohingegen die kosmische Strahlung höchstens eine untergeordnete Rolle gespielt haben könne.





