Die Entdeckung eines „Jungbrunnens” im Menschen brachte dem Briten John B. Gurdon und dem Japaner Shinya Yamanaka den diesjährigen Nobelpreis für Medizin oder Physiologie ein. Sie hatten gezeigt, dass sich normale Körperzellen zu Stammzellen reprogrammieren lassen. Diese „induziert pluripotenten Stammzellen” haben die Fähigkeit, sich zu jedem Zelltyp zu entwickeln.
Der Physik-Nobelpreis ging an Serge Haroche aus Frankreich und David J. Wineland aus den USA für ihre wegweisende Forschung zu einem künftigen Quanteninternet. Es gelang ihnen experimentell, Quantensysteme zu beobachten und zu manipulieren, ohne sie zu zerstören. Mit ihren Forschungen lassen sich äußerst präzise Uhren entwickeln und sie könnten helfen, einen extrem schnellen Quantencomputer zu realisieren.
Den Nobelpreis für Chemie erhielten die US-Wissenschaftler Robert J. Lefkowitz und Brian K. Kobilka, die erforscht haben, wie äußere Reize im Körper verarbeitet werden. Das Komitee zeichnete die Wissenschaftler für ihre Arbeiten zu den G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCR) aus. Diese sitzen auf der Zellmembran und leiten Signale an das Zellinnere weiter. GPCR sind unter anderem für die Verarbeitung von Licht- und Geruchsreizen verantwortlich.
Die Preise werden am 10. Dezember in Stockholm verliehen und sind mit umgerechnet rund 930 000 Euro dotiert.





