von KAI DÜRFELD
Die Radioastronomie ist etwas Besonderes“, sagt Michael Kramer. „Die Photonen der Radiostrahlung haben eine sehr niedrige Energie. Aber sie kommen von Objekten, die meistens äußerst kompakt und energiereich sind.“ Er spricht von brachialen Explosionen, Schwarzen Löchern und Pulsaren. „Diese rotierenden Neutronensterne sind kosmische Leuchtfeuer. Sie senden Radiostrahlung aus wie ein Leuchtturm.“ Die Ruinen ausgebrannter Sterne beschäftigen Kramer schon fast sein ganzes Forscherleben. Bereits während seiner Diplomarbeit hat sich der Physiker der Radioastronomie zugewandt. Später war er stellvertretender Direktor des großen Radioobservatoriums Jodrell Bank in Manchester. Und seit 2009 ist er Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn.





