Die österreichischen Physiker Hans Thirring und Joseph Lense untersuchten ab 1918, wie rotierende Massen die Raumzeit um sie herum geringfügig „mitschleppen”. Diese Mitrotation bewirkt eine winzige Ablenkung von frei schwingenden Pendeln oder rotierenden Kugeln. Um den Lense-Thirring-Effekt – eine Winkelablenkung von nur 0,04 Bogensekunden im Erdorbit – zu messen, wurde 2004 der Satellit Gravity Probe B gestartet. Inzwischen hat er die viel stärkere Ablenkung von 6,6 Bogensekunden durch die Raumzeitkrümmung des irdischen Gravitationsfeldes auf besser als 0,5 Prozent genau nachgewiesen. Für den Lense-Thirring-Effekt werden die Daten noch ausgewertet.





