Die Geschwindigkeit für Philaes Landung exakt einzustellen, ist Aufgabe von Rosettas Abstoßmechanismus. Zwischen 0,18 und 1,8 Kilometer pro Stunde sind möglich. Der Lander beginnt seine Reise also wie einen gemächlichen Spaziergang. Der Abstieg zur Oberfläche dauert zwei bis sechs Stunden. Das Aufsetzen erfolgt im sehr schwachen Schwerefeld des Kerns. Philae, der auf der Erde 100 Kilogramm wiegt, spürt auf dem Kometen davon nur wenige Gramm. Die schwache Anziehungskraft stellt sein dreibeiniges Landegestell vor besondere Herausforderungen: Schon bei einem leichten Abprallen könnte Philae aus dem Gravitationsfeld des Kometen geraten. Ein Motor oberhalb der Beine wandelt deshalb die Bewegungsenergie des Aufpralls in elek-trische Energie um. Für eine möglichst feste Verankerung sorgen zwei Harpunen, die beim Landen hervorschießen und in den Boden eindringen. Mithilfe von Motoren wird Philae dann festgezurrt. Außerdem haben die Landefüße an der Unterseite über 16 Zentimeter lange Schrauben, die sich beim ersten Bodenkontakt in den Untergrund drehen sollen. „Die Landung erfolgt vollautomatisch. Ein Steuerbefehl von der Erde würde den weit entfernten Philae erst 30 Minuten später erreichen”, sagt DLR-Experte Stephan Ulamec. Philaes Bordsoftware muss nach dem Abkoppeln den schwierigen Vorgang allein bewältigen.





