Ich bin Student der Mathematik und Physik an der Technischen Universität Dresden. Mein vorrangiges Interessensgebiet liegt somit eher in diesem Bereich. Als ich eines Tages auf dem Zug wartete und mir die Zeit in einer Zeitschriftenhandlung vertrieb, fiel mir Ihre Zeitschrift auf. Nicht nur die Physik, sondern alle Wissenschaftsbereiche finden bei Ihnen Gehör.
In dieser Ausgabe ist diesmal das Titelthema „Rückenschmerzen” . Es ist dem bdw-Team eine umfassende wissenschaftliche Darstellung gelungen. Großes Lob. Da die Gesundheit uns alle betrifft und sich in vielen Bereichen neue Erkenntnisse ergeben, hoffe ich auf weitere spannende Titelstorys zum Thema Gesundheit.
Patric Schieritz, per E-Mail
Insbesondere der sehr gute und nachvollziehbare Artikel von Schmerztherapeut Dr. Irnich ist bezeichnend für das leider häufige Desinteresse oder vielleicht auch die Unfähigkeit von Orthopäden, der wirklichen Ursache von Rückenschmerzen der Patienten auf den Grund zu gehen. Das Thema Gesundheit hat mehr Aufmerksamkeit verdient. Weiter so.
Zu den viel zu häufigen Operationen bei Rückenschmerzen trägt auch bei, dass durch die auf den ersten Blick vielleicht sinnvolle Pauschalabrechnung der Krankenhäuser mit den Krankenkassen dazu führt, dass Operationen mehr Geld einbringen als sinnvolle Physiotherapie. Die wird ja in der Regel nicht in Krankenhäusern durchgeführt. Diese Konstellation führt dazu, dass in den Krankenhäuser wesentlich häufiger operiert wird, als es notwendig ist. Zumal Orthopäden auch als Belegärzte tätig sind und natürlich auch dafür sorgen, dass die Kollegen Patienten bekommen. Das gibt natürlich niemand zu.
G. Fricke, per E-Mail
Die Recherche von Herrn Jötten ist brillant. Ebenso die Analyse zur Lösung der Rückenprobleme. Leider sind unsere Ärzte dieser Kenntnisse nicht mächtig. Was könnte an Schmerz, Kosten und Zeit gespart werden, wenn das Core-Training im Sportunterricht gelehrt würde. Ich bin aktive Sportlerin und kann nicht beschreiben, was ich mit meinem Rücken schon erlebt habe.
Roswitha Gauß, per E-Mail
Ich gehöre wahrscheinlich zu den Lesern der Zeitschrift, die im Editorial erwähnt wurden: Teilchen-/Quantenphysik, Kosmologie, Physik, Technik und Raumfahrt und Mathematik sind die Themen, die mich interessieren und zum Kauf verleiten. Aus diesem Grunde war die aktuelle Ausgabe für mich auch eine Enttäuschung. Ich finde wenig darin, was mich interessiert; da die monatliche Hemme-Aufgabe diesmal auch viel zu einfach war, war die Lektüre relativ unergiebig für mich. Ich würde es deshalb sehr begrüßen, wenn die genannten Themenbereiche auf Dauer doch die Schwerpunkte des Inhalts bilden würden. Eine inhaltliche Neu-/Umorientierung würde bei mir wohl eher in Konsumverzicht münden.
Manfred Fietkau, per E-Mail
In den letzten Jahrzehnten hat meine Frau, die als Orthopädin praktizierte, ihrem Ärger hinsichtlich der massenhaften und überbewerteten technischen Befunde mittels teuerer Verfahren (Kernspintomografie usw.) häufig Luft gemacht. Ihre Kommentare dazu sowie zu den Bandscheibenvorfällen und unnötigen, ja schädlichen Operationen glichen fast aufs Wort den Äußerungen von Dr. Irnich.
Schon dass sich die Patienten bei ihr für die Untersuchung nackt ausziehen mussten, war diesen ungewohnt und löste zumindest Erstaunen aus. Aber schon die Bewegungen beim Entkleiden und der ganzheitliche Blick auf den Körper waren wesentliche Elemente einer Diagnose, was die meisten der Patienten dann auch verstanden. Bei Wikipedia steht zum Thema Orthopädie die interessante Bemerkung „Technische Untersuchungen überdecken die Bedeutung körperlicher Untersuchungen, welche kaum noch gelehrt werden”.
An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass unter anderem auf Betreiben einiger GesundheitsministerInnen seit 2005 in Deutschland keine Fachärzte für Orthopädie mehr ausgebildet werden. Diese Ausbildung findet nur noch als Teilmenge der Unfallchirurgie statt. Da muss ja einiges auf der Strecke bleiben. Die Fachkollegen im Ausland schütteln nur den Kopf über den deutschen Sonderweg. Hier hat die Politik zum Schaden von Kassen und Patienten versagt.
Dr. Eberhardt B. Scharnowski,
per E-Mail
Der Beitrag zeigt, dass auch das Thema Gesundheit spannend und lesenswert gestaltet werden kann. Kompliment an die Autoren. Ich würde es begrüßen, wenn auch künftig Themen aus der Medizin und anderen Gebieten außerhalb Astrophysik & Co wieder stärker in den Vordergrund gerückt würden. Für den Abonnenten haben Ausgewogenheit und Vielfalt der Themen einen viel höheren Stellenwert als für den Impulskäufer am Kiosk und im Bahnhofsbuchhandel. Bei einer einseitigen Bevorzugung von Themen aus bestimmten Gebieten entsteht beim Abonnenten, der jeden Monat regelmäßig sein Heft bekommt, auch sehr leicht ein Gefühl von „ schon wieder …”.
Dieter Klingenschmidt,
Johannesburg





