
Orion-Kapsel (Foto: Thomas Bührke)
Am 21. August 2017 wird sich um die Mittagszeit der Himmel über den USA von Oregon bis South Carolina verfinstern. Aus Anlass dieses kosmischen Spektakels hat sich bild der wissenschaft einen Platz im Kernschatten gesucht, um zusammen mit Lesern die SoFi 2017 zu bestaunen. Nach dem ersten Halt am Panama-Kanal sind die Leser nun in den USA. Unser Autor Thomas Bührke ist dabei und berichtet.
Die bdw-Reisegruppe ist in den USA angekommen, in Houston. Die Stadt lebt von der Ölindustrie, uns interessiert aber natürlich die Raumfahrt. Ein Besuch im Space Center ist eine Reise in die Vergangenheit, in eine Zeit, als Astronauten noch Helden waren, kaum jemand nach den Kosten fragte und jeder Raketenstart in Cape Canaveral wie ein Volksfest begeistert gefeiert wurde.
“The Eagle has landed”
Ein Teil des Centers ist auf Kinder ausgerichtet. An einer Stelle wird die Rückstoßkraft veranschaulicht, an anderer Stelle lernt man, wie sich Astronauten und Astronautinnen in der Weltraumstation die Haare waschen oder rasieren.
Für all jene aber, die mit den Helden der Raumfahrt groß geworden sind, stehen die Originalexponate im Mittelpunkt, insbesondere der legendäre Kontrollraum hat so manchen unserer Reisenden emotional ergriffen – und nicht nur die männlichen. Wir schauen auf die Reihen der Monitore und Schalttafeln, vor denen graue, alte Bürostühle stehen. Hier trafen die historischen Worte von Neil Armstrong ein, der zusammen mit Buzz Aldrin auf dramatische Weise die Mondlandefähre von Apollo 11 am 21. Juli 1969 sicher auf dem Mond abgesetzt hatte: “The Eagle has landed.” Wenig später funkte er die unvergessenen und vielfach zitierten Worte zur Erde “Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Schritt für die Menschheit.”

Kontrollraum für die Mondlandung 1969 (Fotto: Thomas Bührke)
Ein Kontrollraum als Kulturerbe
Hier empfing auch der damalige Flugdirektors Gene Kranz von Apollo 13 den Satz: „Houston, wir haben ein Problem.” Auf dem Weg zum Mond war ein Sauerstofftank explodiert, eine Mondlandung war unmöglich geworden. Nun ging es für die drei Astronauten ums blanke Überleben: „Scheitern war keine Option.” Die Rettung der Apollo-13-Mission unter der Leitung des charismatischen Kranz ging als erfolgreichster Misserfolg in die Geschichte ein und darf angesichts der aus heutiger Sicht sehr dürftigen Computerleistungsfähigkeit als Wunder angesehen werden.







