Die Analogie zwischen Thermodynamik und Gravitation gilt nicht nur für die Allgemeine Relativitätstheorie, in der die Entropie proportional zur Fläche eines Horizonts ist, sondern auch für andere Gravitationstheorien, etwa höherdimensionale. (Die Temperatur des Horizonts ist unabhängig von der jeweiligen Gravitationstheorie, die Entropie nicht.) Einsteins Feldgleichungen lassen sich nämlich auf mehr als drei Raum-Dimensionen verallgemeinern. Das hat der britische Physiker David Lovelock 1971 bewiesen, aufbauend auf Arbeiten des ungarischen Physikers Cornelius Lanczos in den 1930er-Jahren. „ Diese Verallgemeinerbarkeit auf Lanczos-Lovelock-Theorien legt nahe, dass die Idee von Raumzeit-Atomen etwas physikalisch Reales trifft”, sagt Thanu Padmanabhan. Aus dem gleichen Grund ist er allerdings skeptisch, dass es hier eine Verbindung zur Schleifen-Quantengravitation gibt, die ebenfalls annimmt, dass die Raumzeit aus fundamentaleren Einheiten aufgebaut ist. Denn sie funktioniert nur in drei Raum-Dimensionen. Der höherdimensionalen Stringtheorie mit ihren zusätzlichen Raum-Dimensionen bringt Padmanabhan mehr Sympathien entgegen. Zumal sie auch einen Zusammenhang zwischen einer „Oberfläche” – wie einem Horizont – und einem Raum ringsum oder im Inneren beschreibt („Holographisches Prinzip”), wie er in Padmanabhans Ansatz ebenfalls eine Rolle spielt, nicht aber in der Schleifen-Quantengravitation.





