Die äußere Maiskornhülle besteht hauptsächlich aus Cellulose. Die kristalline Anordnung der einzelnen Cellulose-Moleküle ist entscheidend, ob ein Maiskorn platzt oder nicht. Je fester die Kornhülle ist, desto besser wird der entstehende Dampf im Korn festgehalten und desto größer ist der sich aufbauende Druck. Je größer aber der Druck ist, desto eher platzt das Korn. Die Hülle der am besten aufgehenden Maiskörner ist deshalb fest und besteht aus einer streng geordneten Struktur.
Die Wissenschaftler glauben nun, dass es möglich ist, Maiskörner mit der richtigen Menge und Anordnung der Cellulose-Moleküle und damit Popcorn mit guter Pop-Qualität herzustellen. Eine Möglichkeit dazu wäre, Popcorn-Mais aus Körnern zu züchten, in denen die Cellulose-Moleküle optimal angeordnet sind. Doch auch mit chemischen oder gentechnischen Methoden könnten gut aufplatzende Körner hergestellt werden, die sich im Geschmack oder im Aussehen nicht vom heutigen Popcorn unterscheiden. Obwohl die vorliegende Studie mit Mikrowellen-Popcorn gemacht wurde, könnte sich so auch die Pop-Qualität des Popcorns, das im heißen Öl oder in heißer Luft hergestellt wird, verbessern lassen.
Bruce Hamaker et al. ( Purdue-Universität, West Lafayette): BioMacromolecules (Online-Vorabveröffentlichung vom 7. April)





