Was steckt hinter der Dunklen Materie?
Vaas berichtet auch über das jüngst am CERN entdeckte Pentaquark, eine völlig neue Teilchensorte. Vorausgesagt wurde seine Existenz schon in den 1960er-Jahren. Doch bislang hat es sich hartnäckig vor den Experimentatoren versteckt. Physiker hoffen, von ihm neues über die Eigenschaften der Starken Wechselwirkung zu lernen, die die Welt im Innersten zusammenhält. Und es gibt noch mehr große Rätsel im Reich des Allerkleinsten. Warum ist aus der gewaltigen Vernichtungsschlacht zwischen Materie und Antimaterie im frühen Universum etwas Materie übrig geblieben, ohne die es die uns vertraute Welt nicht gäbe? Was steckt hinter der ominösen Dunklen Materie, die die Hauptmasse des Alls ausmacht? Und weshalb erscheint der heutige “Grundzustand” des Universums so extrem unwahrscheinlich und klein?
“Bei der Beantwortung dieser weltbewegenden Fragen soll verwegenen neuen Ideen zufolge das Higgs-Boson helfen, das den anderen Elementarteilchen ihre Masse verleiht”, sagt Rüdiger Vaas, der in seinem Buch ” Vom Gottesteilchen zur Weltformel” einen umfassenden aktuellen Überblick zur Teilchenphysik und Kosmologie gegeben hat. “Es könnte der Schlüssel zu einem Portal sein, hinter dem seltsame Regionen der Realität verborgen sind.”
Ein Ying-Yang-Universum
Physiker sprechen von einem Yin-Yang-Universum, in dem sich normale und die Dunkle Materie aufeinander beziehen ähnlich wie im Symbol der asiatischen Philosophie. Außerdem könnte die Antimaterie damit verbunden sein – vielleicht sogar im “Dunklen Sektor” des Universums. Und das Higgs-Teilchen vermittelt zwischen den verschiedenen Ingredienzien im All.
Was diese kühnen Vorstellungen bedeuten und wie die Physiker sie jetzt überprüfen wollen, lesen Sie in der neuen Ausgabe von bild der wissenschaft.





