Seit den 1990er-Jahren gelingt es Forschern, einzelne Atome gezielt zu verschieben und in künstlichen Strukturen anzuordnen. Bislang waren dazu aber sehr tiefe Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt nötig, um Bewegungen der Atome durch Wärme zu verhindern. Schweizer Physiker an der Universität Basel schafften es nun erstmals, 20 Brom-Atome bei normaler Zimmertemperatur zu einem stabilen Gebilde anzuordnen. Dazu tauschten sie auf der Oberfläche eines Kristalls von Natriumchlorid – gewöhnlichem Kochsalz – einzelne Chlor- gegen Brom-Atome aus. Als Form wählten die Wissenschaftler um Shigeki Kawai und Ernst Meyer eine Miniaturausgabe des Schweizer Kreuzes. Die wohl winzigste Variante des Schweizer Nationalsymbols misst nur knapp sechs Nanometer im Quadrat.





