Nach Europa und Callisto ist Ganymed der dritte Jupiter-Mond, unter dessen vereister Oberfläche man einen Ozean vermutet. Ganymed ist Jupiters größter Mond und mit seinem Durchmesser von 5.262 Kilometer sogar größer als der Planet Pluto. Er umkreist Jupiter innerhalb von sieben Tagen in einem Abstand von rund einer Million Kilometer.
Anhand von Infrarot-Aufnahmen der Raumsonde Galileo konnten Wissenschaftler der Universität Hawaii auf der Oberfläche des Jupiter-Mondes Ganymed wasserhaltige Salzmineralien identifizieren. Im Fachmagazin Science deuten die Forscher dies als Hinweis auf flüssiges Wasser unter Ganymeds Eiskruste.
Aufgrund der im Licht gefundenen Absorptionslinien schließen Thomas McCord und seine Kollegen auf die Existenz von wasserhaltigem Magnesiumsulfat auf Ganymeds Oberfläche. Diese wasserhaltigen Salzablagerungen können nur von flüssigem Wasser an die Oberfläche transportiert worden sein. Dieses Ergebnis deckt sich mit ebenfalls von Galileo durchgeführten Magnetfeldmessungen, die eine leitfähige Flüssigkeitsschicht unter Ganymeds Oberfläche vermuten lassen.
Axel Tillemans





