Die Forscherinnen verwendeten den so genannten Index der südlichen Oszillation, der aussagt, wie sich die Wassertemperatur und der atmosphärische Druck über dem Pazifik verändern. Mit diesem Index, so stellten sie fest, hängen die Dezember-Kälteeinbrüche und feuchten Frühlinge eng zusammen. Veränderungen des Index und damit der Weinqualität seien demnach mehrere Monate im Voraus vorhersagbar.
Bald können Weinkenner mehrere Monate im Voraus bestimmen, ob aus dem betreffenden Jahr ein großer Wein hervorgeht. Denn portugiesische Forscher haben die Weinqualität mit besser vorhersagbaren globalen Klimastrukturen in Verbindung bringen können.
Maria Orgaz von der Universidade de Aveiro und Antonieta Esteves vom Polytechnic Institute of Viseu hatten gut vorhersagbare Langzeit-Klimadaten mit der Weinqualität verglichen. Wie in der Fachzeitschrift International Journal of Biometeorology berichtet, gedeihen gute Weine in der portugiesischen Dao-Region besonders in Jahren mit Kälteeinbrüchen im Dezember und einem feuchten April.
Frieder Graef





