Physiker bezeichnen alles, was die Ohren hören, als Schall. Er entsteht durch Druckschwingungen, die sich etwa in Luft, Wasser oder einem Metall ausbreiten. Wie schnell der Schall ist, hängt vom Medium ab – in Luft beispielsweise beträgt die Schallgeschwindigkeit etwa 340 Meter pro Sekunde. Je dichter Wellenberge und Wellentäler der Schallwelle aufeinanderfolgen, desto höher wird der Ton wahrgenommen – Physiker sagen: Er hat eine höhere Frequenz. Werden viele verschiedene Töne gleichzeitig erzeugt, etwa durch die Stimmbänder, ein Instrument oder eine Maschine, spricht man von einem Geräusch.
Ein gesundes menschliches Ohr kann Schall mit Frequenzen zwischen 20 Hertz (Schwingungen pro Sekunde) und 20 000 Hertz wahrnehmen. Vor allem bei hohen Tönen nimmt die Empfindlichkeit des Gehörs mit zunehmendem Alter ab.
Lärm – laute Geräusche, die man als unangenehm empfindet – kann krank machen. Eine längere starke Lärmbelastung kann psychische Störungen wie Stress und Schlafprobleme oder körperliche Erkrankungen verursachen – bis hin zu Taubheit.
Die Lautstärke eines Geräuschs ermittelt man mithilfe eines Schallpegelmessers. Die gebräuchliche Einheit für die Lautstärke ist das Dezibel – der zehnte Teile eines Bel, das nach dem Amerikaner Alexander Graham Bell benannt ist, der das Telefon erfand. Ein Dezibel ist eine logarithmische Größe. Das heißt: Sie wächst nicht linear. So ist der Schalldruck bei 20 Dezibel nicht nur doppelt, sondern sogar zehnmal so groß wie bei 10 Dezibel. Einige Beispiele für typische Geräusche bestimmter Lautstärke in Dezibel:
· 10 Dezibel: gerade noch hörbar
· 20 Dezibel: Blätterrauschen, Uhrenticken
· 40 Dezibel: leise Unterhaltung
· 60 Dezibel: normale Unterhaltung
· 70 Dezibel: Haushalts- und Bürolärm
· 90 Dezibel: Straßenverkehr, Schnarchen
· 100 Dezibel: Kreissäge, Motorrad
· 110 Dezibel: Rockkonzert
· 130 Dezibel: Düsentriebwerk – ab diesem Wert beginnt der Lärm zu schmerzen.
· 140 Dezibel: Gewehrschuss, Raketenstart
· 170 Dezibel: Ohrfeige direkt aufs Ohr





