
Der Schutt und das Gas im Ring absorbiert das Licht vom zentralen Stern des Planetensystems. Deshalb erscheint er in der Aufnahme des Radioteleskops als glühender Reif. Aus den Daten von ALMA ermittelten die Forscher auch große Mengen von Kohlenmonoxid im Ring. “Diese Daten erlauben es uns festzustellen, dass die relative Fülle von Kohlenmonoxid plus Kohlendioxid rund um Fomalhaut ungefähr dem entspricht, was man in den Kometen in unserem eigenen Sonnensystem findet”, sagt Luca Matrà von der University of Cambridge. “Diese chemische Verwandtschaft deutet vielleicht auf eine Ähnlichkeit in den Entstehungsbedingungen von Kometen hin – zwischen den Randbereichen dieses Planetensystems und des unsrigen.” Wie Matrà und seine Kollegen zudem annehmen, befindet sich das 25 Lichtjahre entfernte Planetensystem in einer Phase, die vor ungefähr vier Milliarden Jahren auch die Erde und ihre Nachbarplaneten erfahren haben, als sie dauerhaft von Asteroiden und Kometen bombardiert wurden.
Foto: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO), M. MacGregor; NASA/ESA Hubble, P. Kalas; B. Saxton (NRAO/AUI/NSF)





