Gewaltige Vulkanausbrüche bedrohen die Menschheit stärker als die von Kosmologen beschworenen Meteoriteneinschläge: Das heiße Innere der Erde richte etwa alle 50.000 Jahre große Verwüstungen an, erklärt der amerikanische Geologe Michael Rampino gegenüber dem Wissenschaftsmagazin “New Scientist”. Ein riesiger Asteroid pralle dagegen nur rund alle hunderttausend Jahre auf die Erde.
Das letzte Vulkandisaster fand vor etwa 70.000 Jahren statt: Damals wurde die Menschheit durch den gewaltigen Ausbruch eines Vulkans auf Sumatra beinahe ausgelöscht. Die Eruption ließ die Temperaturen auf der Erde fast ein Jahrzehnt lang auf den Kontinenten um bis zu 15 Grad Celsius fallen, errechnete der Wissenschaftler von der Universität New York. Viele Menschen dürften damals nicht mehr genügend Nahrung gefunden haben, weshalb die weltweite Population auf etwa 10.000 Individuen sank.
Der Ausbruch hinterließ auf Sumatra einen 100 Kilometer großen Krater. Ähnliche Ereignisse gab es in den vergangenen zwei Millionen Jahren auch im amerikanischen Yellowstone-Park und im “Long Valley” in Kalifornien, erklärte Rampino.
ddp/bdw – Andreas Wawrzinek





