Die in das Hubble-Weltraumteleskop eingebaute Kamera der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), die lichtschwache Objekte nachweisen soll, hat einen Neutronenstern – einen Stern mit extrem hoher Dichte – entdeckt, der sich etwa 3000 Lichtjahre weit in der südlichen Hemisphäre befindet. Er leuchtet ein Hundertmillionstel so hell wie ein Stern, der gerade noch mit dem bloßen Auge erkennbar ist.
Bisher wurden insgesamt nur 8 Neutronensterne im optischen Wellenlängenbereich nachgewiesen, während etwa 760 durch ihre Radiostrahlung und 21 durch die Emission von Röntgenstrahlung entdeckt wurden. Der jetzt vom Hubble-Teleskop aufgespürte Neutronenstern ist identisch mit der schon länger bekannten pulsierenden Radioquelle “1055-52”.
Obwohl er sehr heiß ist – etwa eine Million Grad Celsius – wird nur ein sehr geringer Teil seiner Strahlungsenergie im sichtbaren Bereich abgegeben. Er sendet hauptsächlich Gammastrahlen aus, die äußerst energiereich sind.
Durch Untersuchungen im sichtbaren Wellenlängenbereich hoffen die Astronomen herauszufinden, warum dieser Neutronenstern der Gammastrahlen-Generator mit dem bisher höchsten gefundenen Wirkungsgrad im Universum ist.





