Die Oberfläche eines Neutronensterns ist fest. In der unteren Kruste beginnt eine Übergangszone zwischen der überwiegend festen Kruste und dem flüssigen Kern. Die Forscher stellen sie sich wie eine Mischung aus verschiedenen Pasta-Arten vor: Zunächst entstehen kleine „Reisnudeln” aus Neutronenflüssigkeit. Mit zunehmender Tiefe arrangieren sich diese zu länglichen „Spaghetti” . Noch weiter unten fügen sich die Spaghetti zu Schichten aus flüssiger Neutronen-Materie zusammen. Diese „Lasagne”-Schichten wechseln sich ab mit vollständig festen Bereichen. Je weiter man in die untersten Krustenschichten vorstößt, desto dicker werden die Flüssigkeitsschichten, bis schließlich eine homogene Supraflüssigkeit aus Neutronen vorliegt, in der es keinerlei innere Reibung mehr gibt. Ob die wenigen verbleibenden Protonen dort auch supraleitend sind, also jeglichen elektrischen Widerstand verloren haben, ist ungeklärt. Entsprechende Rechnungen sind mit großen Unsicherheiten behaftet. „Sollten die Protonen tatsächlich supraleitend sein, so dürfte dieser Quantenzustand einige Tage nach der Bildung der Neutronensterne eintreten”, sagt Fridolin Weber, Physiker an der San Diego State University. Was im inneren Kern eines Neutronensterns steckt, ist ein weiteres Rätsel. Forscher spekulieren über freie Quarks und andere exotische Elementarteilchen. Besser Bescheid wissen sie über das extrem starke Magnetfeld der Sternruinen, das an den Polen mit gebündelten Feldlinien hervortritt. Diese halten die energiereichen Jets zusammen (Bilder auf der rechten Seite).





