Wie die Nasa bekannt gab, hat Galileo den Flug durch den Strahlungsgürtel von Jupiter gut überstanden. Fünfeinhalb Stunden nach der Begegnung konnte das Bodenteam wieder Kontakt zu Galileo aufnehmen. Die meisten Instrumente funktionierten während der Annäherung an Io, insbesondere das Magnetometer, dessen Messungen die höchste Priorität hatten. Galileos Kamera war schon seit einem Jahr ab und zu defekt gewesen und hat offenbar nicht funktioniert, als Galileo Io am nächsten war, in einer Entfernung von nur 200 Kilometern. Möglicherweise seien die Daten von 9 von 16 geplanten Beobachtungen verloren, berichtete Projektleiterin Eilene Theilig. Ingenieure arbeiten zurzeit daran, die Kamera wieder zum Laufen zu bringen. Die Daten des Vorbeifluges werden innerhalb der nächsten zwei Monate zur Erde übertragen.
Bis jetzt ist auch noch nicht klar, ob Galileo über dem Vulkan Tvashtar auf eine Eruptionswolke gestoßen ist. Die Sonde flog in niedriger Höhe direkt über den Vulkan hinweg, der bei der letzten Beobachtung vor sieben Monaten aktiv war. Damals registrierten Galileo und die Raumsonde Cassini, die auf ihrem Weg zum Saturn am Jupitersystem vorbei flog, eine 385 Kilometer hohe Wolke über dem Vulkan. Wenn die Wolke im Augenblick genau so hoch ist, müsste Galileo direkt hindurch geflogen sein. Die Dichte der Schwefel- und Aschepartikel dürfte in jedem Fall so dünn sein, dass sie keine Gefahr für die Raumsonde dargestellt haben. Auch im dritten Jahr seiner Zusatzmission bleibt Galileo also weiter einsatzfähig. Im Oktober steht der nächste Besuch von Io an. Dann soll Galileo über den Südpol hinweg fliegen.





