Sie stellten fest, dass die Scheibe sich in einer Entfernung von 0,35 bis 5,8 Astronomischen Einheiten (eine Astronomische Einheit ist die Entfernung zwischen Erde und Sonne) von dem zehn Millionen Jahre alten Stern befindet. Das entspricht grob dem Bereich zwischen den Planeten Merkur und Jupiter. Die Temperatur im Innern dieses Rings liegt bei mehr als 500 Grad Celsius, am Außenrand beträgt sie -78 Grad Celsius.
Die Dichte der Wolke ist überall gleich. Das deutet darauf hin, dass die Wolke frei von Gas ist und hauptsächlich aus größeren Staubpartikeln besteht. Da solche Partikel binnen weniger Jahrtausende zum Zentralgestirn trudeln, müssen folglich ständig neue Partikel produziert werden – höchstwahrscheinlich durch die Zusammenstöße von Asteroiden und Planetesimalen.
Die Beobachtung bestätigt gängige Theorien zur Planetenentstehung. Demnach hatten sich die Gasplaneten Saturn und Jupiter schon gebildet, als die Sonne so alt war wie HD 113766A jetzt, also zehn Millionen Jahre. Die Erde und die anderen Gesteinsplaneten wuchsen aber den Modellen zufolge damals noch an. “Die Struktur des Wolkenmaterials stimmt mit gängigen Theorien zur Planetenentstehung in unserem Sonnensystem und zur Wechselwirkung zwischen Staub und größeren Planetenembryos überein”, sagte Meyer auf der Tagung. “Auch wenn es keinen direkten Beweis für Planeten gibt, deuten die Beobachtungen darauf hin, dass dort ein Planetensystem ähnlich unserem eigenen entsteht.”





