Wenn sich die Säuremoleküle in den oberen Schichten der Atmosphäre in Form von winzigen Aerosolpartikeln anlagern, so können diese dort die ultraviolette Strahlung des Sonnenlichts zurück ins All reflektieren. Dieses erreicht daher nicht die unteren Schichten der Troposphäre, so dass sich die Erdoberfläche abkühlt.
Allerdings kann die Säure auch mit dem in der Atmosphäre vorhandenem Methanol zu Methylsulfat reagieren. Diese viel größeren Moleküle können daraufhin als Kondensationskeime für Wasserdampf dienen und somit eine erhöhte Wolkenbildung einleiten. Wolken wiederum schließen einen Teil der Infrarotstrahlung der Erde in der Troposphäre ein, so dass sich der Erdboden aufheizt.
Die Forscher wissen allerdings noch nicht, welcher dieser beiden Vorgänge überwiegt. Ihre mit Hilfe der so genannten Raman-Spektroskopie durchgeführte Studie ergab vielmehr nur Aufschlüsse über das Reaktionsverhalten der Moleküle. Um den Einfluss des Schwefeldioxids auf die globale Klimabilanz abschätzen zu können, müssen daher nun umfangreiche Untersuchungen in der Atmosphäre selbst durchgeführt werden.





