Ein amerikanischer Geologe hat ein neues Periodensystem der Elemente aufgestellt. Diese sind darin nicht wie in dem aus der Chemie bekannten System der Masse ihrer Atome nach, sondern vielmehr anhand der Ladungen ihrer Ionen angeordnet. Diese Einteilung erleichtert das Erkennen von Verwandtschaften zwischen verschiedenen Mineralien. Das berichtet er im Fachjournal Geology (Bd. 31, S. 737).
Zahlreiche Elemente kommen in der Natur in Form von Ionen mit verschiedenen Ladungen vor. So finden sich diese auch mehrfach in dem von Bruce Railsback von der Universität von Georgia entworfenen System wieder. Da die Eigenschaften von Mineralien von der Struktur ihrer Ionen abhängen, befinden sich verwandte Mineralien in dem neuen System in Nachbarschaft.
Auf diese Weise lassen sich fünf verschiedene “Familien? von Mineralien klassifizieren: die des Erdbodens, der Kruste sowie des Mantels, in Wasser gelöste, in der Atmosphäre umherschwirrende, und zu guter letzt die für Lebewesen relevanten Mineralstoffe.
Railsback gelingt es somit, in einer relativ einfachen graphischen Darstellung große Mengen geologischen Fachwissens zu vermitteln. Der Forscher hofft, dass sein System Einzug in Schulklassen halten wird, um das Erlernen komplexer Zusammenhänge zu vereinfachen.
Stefan Maier





