Die Freisetzung großer Mengen Methanhydrat aus dem Meeresboden könnte zwar ausreichend leichten Kohlenstoff in Umlauf gebracht haben. Die resultierende erhöhte CO2-Konzentration in der Atmosphäre hätte aber nicht ausgereicht, um einen tödlichen Treibhauseffekt auslösen zu können. Die Vulkane in Sibirien, die zur Zeit der Katastrophe aktiv waren, hätten nach Berechnung von Berner kaum die erforderliche Menge Kohlenstoff ausstoßen können. Auch das plötzliche Massensterben allein, bei dem große Mengen verrottender Materie zu Kohlendioxid oxidiert wurden, kann nicht die erforderliche Menge leichten Kohlenstoff produziert haben.
Berner stellte fest, dass sich der beobachtete Verlauf der Kohlenstoff-Isotope C12 und C13 am besten reproduzieren lässt, wenn man eine Kombination von Ereignissen annimmt. So könnte der Einschlag eines Asteroiden oder auch eine nahe Supernova-Explosion ein Massensterben ausgelöst haben. Die Druckwelle, die bei einem solchen Ereignis auftritt, hätte demnach die Methanhydrat-Vorkommen aufgelöst und möglicherweise auch die Vulkanausbrüche entfacht. Nach dieser Katastrophen-Serie organisierte sich der Kohlenstoff-Kreislauf auf der Erde neu, so Berner. Während im Perm viele Kohle-Vorkommen an Land entstanden, verlagerte sich die Ablagerung organischer Materie in der nachfolgenden Trias ins Meer. Dabei entstanden viele sauerstoffarme Meeresbereiche. Der Sauerstoff-Gehalt der Atmosphäre nahm ebenfalls langfristig ab, während die CO2-Konzentration in der Atmosphäre anstieg.





