Da sich das Universum ständig ausdehnt, weist das Licht älterer Sterne eine charakteristische Dopplerverschiebung in den Spektrallinien der Elemente auf. Eine genaue Untersuchung dieser Linien erlaubte es nun Wissenschaftlern, die Größe der Feinstrukturkonstante, zusammengesetzt aus der Lichtgeschwindigkeit, der Elektronenladung sowie der Plankschen Konstante, zu bestimmen.
Srianand zufolge hat sich die Feinstrukturkonstante im Laufe der Entwicklung des Universums entweder nicht verändert, oder die Änderung ist viel kleiner als bisher angenommen. Forscher der Universität von New South Wales hatten vor einigen Jahren bei einer ähnlichen Untersuchung von Spektren des Keck Teleskops auf Hawaii verkündet, dass die Feinstrukturkostante zu Beginn des Universums wohl um 0,0006 Prozent kleiner war als heute.
Welche der beiden sich widersprechenden Unersuchungen nun der Wirklichkeit am nächsten kommt, steht noch nicht fest. Srianand und seine Kollegen haben nämlich in ihrer Studie nur die am einfachsten interpretierbaren Spektrallinien zu Rate gezogen, während die australischen Forscher auch komplizierte Linienbündel in ihre Berechnungen eingeschlossen hatten.





