Die Konturfedern, zu denen zum Beispiel Flug- und Schwanzfedern gehören, formen das äußere Erscheinungsbild eines Vogels. Die Federn haben eine erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Gefieder moderner Vögel, sagen die Wissenschaftler. Die Beinfedern waren allerdings nur etwa 3,5 Zentimeter lang und somit zu kurz zum Fliegen. Doch sie könnten die Überbleibsel von Hinterflügeln sein, welche die Vorfahren des Urvogels noch besaßen.
Diese Theorie, dass die ersten Vögel vier Flügel hatten, wird durch einen weiteren Befund gestützt: Im vergangenen Jahr wurde ein Dinosaurier namens Microraptor gefunden, der 20 Millionen Jahre später lebte als der Archaeopteryx und Flugfedern auf allen vier Gliedmaßen besaß.
Die Entwicklung der Federn könnten die Evolution des Fliegens eingleitet haben, vermuten Christiansen und Bonde aufgrund des Microraptors und der befiederten Hinterbeine des Archaeopteryx. Die Skelettanpassungen kräftiger aktiver Flieger wie das charakteristische Schultergelenk, das starke Handgelenk, der kurze Rücken und der kurze Schwanz folgten erst danach. Vogel-Fossilien sind jedoch enorm selten und noch wissen Forscher nicht genug, um die Evolution der Vögel eindeutig nachvollziehen zu können.





