Zunächst erläutert sie den Unterschied zwischen Furcht und Angst: Vor der giftigen Schlange fürchten wir uns, Angst hingegen meint einen dauerhaften Zustand. Sie erklärt, wie sehr Sprache unsere Wahrnehmung formt und gibt Hinweise, welche Missverständnisse beim Thema Anxiety zu vermeiden sind. Dazu gibt es diverse Fallbeispiele, Tipps zum psychologischen Krisenmanagement, um etwa ad hoc aus der Angstspirale zu kommen oder wie wir davon wegkommen, mithilfe von Ironie Distanz zu den eigenen Emotionen zu schaffen.
Mit viel Sensibilität und Klarheit beschreibt Stockmann, wie sehr uns Erfahrungen und unser Umfeld – von der Kindheit über die Jugend bis zum beruflichen Alltag – prägen. Nicht selten boykottieren wir uns selbst, statt toxische Muster zu ändern. Anxiety kann außerdem etwa mit ADHS, Bipolarität und Suchterkrankungen einhergehen und dadurch verstärkt werden. Stockmanns Herangehensweise funktioniert generationenübergreifend. Ihr Buch ist als eines der ersten Werke, die sich dezidiert mit dem Thema auseinandersetzen, zu empfehlen. Alexander Schramm
Pauline Stockmann
Lass mal über Anxiety reden
Beltz Verlag, 224 S., € 22,–
ISBN 978–3–407–86935–7





