In ihrem Experiment spalteten die Forscher daher einen verbreiterten Laserstrahl zunächst in 15 Teilstrahlen auf. Bevor diese wieder zu einem einzigen Strahl vereinigt wurden, durchliefen sie unterschiedliche Wege einer komplexen Spiegelanordnung (siehe Bild).
Die Strahlen trafen somit am Punkt ihrer Überlagerung mit unterschiedlichen Phasen zusammen. Was dies bedeutet, lässt sich am einfachsten an einem Extremfall verdeutlichen: Wenn die Täler der Wellen eines Strahles mit den Bergen der Wellen eines anderen Strahls zusammentreffen, so löschen sich die beiden Strahlen gegenseitig aus ? die elektrischen Felder der beiden Strahlen sind genau antiparallel ausgerichtet und gleich stark. Dieser Überlagerungsvorgang wird auch als Interferenz bezeichnet.
Hong betont, dass sein Team dieses Experiment nur der Einfachheit halber mit einem sichtbaren Strahl durchgeführt hat. Das gleiche Prinzip kann auch zur Fokussierung von nicht sichtbarer Strahlung wie etwa Infrarot- oder UV-Licht eingesetzt werden, so der Forscher.





